AGB – Einsatzbedingungen Zeppeline, Fotoballons und Flugmodelle

Für den Einsatz von Fessel-Foto- / Video-Ballons und frei fliegenden, ferngesteuerten Flugmodellen gelten folgende Einsatzbedingungen, die Vertragsbestandteil sind:

  1. Der Auftraggeber hat alle erforderlichen Genehmigungen auf seine Kosten einzuholen. Auf Wunsch übernehmen wir das gegen Aufpreis. Ausgenommen hiervon sind die Genehmigungen von Luftaufsicht und Flugsicherung, diese sind auf Kosten des Auftraggebers stets durch uns einzuholen.
  2. Der Auftraggeber hat ein geeignetes behelfsmäßiges Fluggelände (Auf- und Abbau, Start und Landung) bereitzustellen und zu sichern. An diesem Gelände ist sofern technisch möglich ein Stromanschluß mit 230V bereitzustellen. Falls ein Stromanschluss nicht bereitgestellt werden kann, muss ein Aggregat gestellt oder bei uns gemietet werden.
  3. Bei Veranstaltungen mit Publikumsverkehrs muss durch den Auftraggeber sichergestellt werden, dass das behelfsmäßige Fluggelände dem Publikum nicht zugänglich ist und das gesamte Equipment nebst Fahrzeugen beschädigungs- und diebstahlsicher untergebracht werden kann, z.B. in einem eingezäunten Backstagebereich oder ähnlichem Areal. Reicht der Backstagebereich nicht als Start- und Landebereich muss neben dem Unterbringungsbeich ein ausreichend großes Areal (ca. 30 x 30 Meter) als Landeplatz mit Absperrband gesichert werden.
  4. Bei mehrtägigen Veranstaltungen muss seitens des Auftraggebers eine geeignete Möglichkeit bereitgestellt werden das gesamte Equipment beschädigungs- und diebstahlsicher verschlossen unterzubringen. Der Auftraggeber haftet für Beschädigungen und Verlust. Die Heliumfüllung ist im Preis inbegriffen, muss aber Helium zwischendurch oder abends abgelassen werden und das Luftschiff neu befüllt oder aus anderen Gründen als Luftdruck- und Temperaturschwankungen nachgefüllt werden, stellen wir die Befüllung zusätzlich zur Tagespauschale in Rechnung.
  5. Unsere Flugmodelle sind haftpflichtversichert. Für alle weitergehenden Ansprüche haftet der Auftraggeber und stellt den Auftragnehmer von diesen frei.
  6. Der Pilot ist ausschließlich dem Auftragnehmer weisungsgebunden und trägt die alleinige Entscheidungsgewalt über Aufstieg und Abbruch sowie Durchführbarkeit von Flugmanövern aufgrund Bedingungen die sich aus Wetter, örtlichen Gegebenheiten und Luftfahrtsicherheit ergeben
    1. Kann der Einsatz aufgrund Wettervorhersage oder aus nicht vom Auftragnehmer verschuldeten Gründen ohne Anreise abgesagt werden, wird nur eine Ausfallpauschale für das blockierte Personal fällig
    2. Kann mit Anreise ohne Verschulden des Auftragnehmers nicht gestartet werden oder muss der Flug abgebrochen werden, ist der volle Preis fällig. Am Vorabend der Anreise, nach Erscheinen des Flugwetterberichtes, muss seitens des Auftraggebers ein Entscheidungsträger telefonisch erreichbar sein um bei risikobehafteten Wettervorhersagen eine Entscheidung über die Anreise zu treffen.
    3. Bei Outdooreinsätzen trägt der Auftraggeber das Witterungsrisiko.
  7. Die Steuerung von Fluggeräten erfordert höchste Konzentration. Unsere Piloten unterliegen der verbindlichen Dienstanweisung pro Stunde Flugzeit ausreichende Ruhepausen einzuhalten (maximal 45 Minuten Nettoflugzeit). Bei erforderlichem Non-Stop-Flug ist daher ein zweiter Pilot erforderlich, der zusätzlich bezahlt werden muss. Je nach eingesetztem Flugmodell müssen regelmäßige Zwischenlandungen für technische Kontrollen am Fluggerät und Akkuwechsel eingeplant werden, in der Regel nutzt das Helferteam dazu die Pilotenpause.
  8. Unsere Piloten fliegen regulär bei niederschlagsfreiem Wetter bis 4 kn. Gradientwind in Abhängighkeit von lokaler Thermik, Windabrissen, Scher- und Fallwinden, Land- und Seewinden sowie Stadt- und Oberflächenwinden an der Einsatzörtlichkeit, darüber hinaus muss bei der gegebenen Gefahrenlage für Menschen vor Ort entschieden werden welche Manöver durchführbar sind. Zu starke Winböen dürfen nicht auftreten. Die örtlich zuständige Luftaufsicht oder die Flugsicherung können in der einzuholenden Genehmigung u.a. Auflagen hinsichtlich Witterungsbedingen und Windgeschwindigkeit machen. Bindend sind die offiziellen Flugwetterberichte in Verbindung mit lokalen Anemometermessungen.
  9. Bei jeglicher Art von Aufträgen auf Veranstaltungen und Events hat der Auftraggeber sicherzustellen, dass eine exklusive Nutzung des Fernsehfunkdienstes im nichtöffentlichen mobilen Landfunkdienst durch uns garantiert ist. Jegliche anderweitige Bildfunkübertragung muss außerhalb des 2,3 GHz Fernsehfunkbandes erfolgen. Möglich sind jedoch, solange keine Störungen auftreten, Übertragungen im Reportagefunkband der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten und der Privatsender. Treten Störungen der Fernsteueranlage durch Bildfunkübertragungen im 2,4 GHz ISM-Band auf, müssen diese vom Auftraggeber/Veranstalter aus Gründen der Flugsicherheit SOFORT beseitigt und die weitere Nutzung des 2,4 GHz ISM-Bandes im Sende- und Empfangsbereich der Fernsteueranlage bzw. des Veranstaltungsbereiches unterbunden werden. Uns ist zur Auftragsplanung rechtzeitig eine vollständige Tabelle mit ALLEN auf der Veranstaltung genutzten Funkfrequenzen (z.B. Sprechfunk, drahtlose Mikrofone, Fernwirkfunk, drahtlose Bildübertragung etc.) zu übermitteln.
  10. Sollen auf der Veranstaltung weitere RC-Anlagen betrieben werden ist dieses ebenfalls mit Angabe der gewünschten Kanäle in der Frequenznutzungstabelle zu vermerken. Bei RC Anlagen ist der genaue Typ und die Wirkweise (PPM, PCM, FASST, DSM2 etc.) anzugeben. Sollen RC Anlagen im 35 oder 40 MHz Band eingesetzt werden, hat der Auftraggeber zwecks Absprache der Kanäle alle Nutzer mit Kontaktdaten mitzuteilen. Handelt es sich um eine Modellflugveranstaltung hat der Auftraggeber über den Flugleiter sowohl eine Kanal-Priorität als auch eine Flugsektor-Priorität für die Werbe- und Luftbildfluggeräte sicherzustellen. Detaillierte Flugsektorabsprachen können dann mit dem Flugleiter vor Ort festgelegt werden.
  11. Örtliches Sicherheitspersonal ist darauf hinzuweisen, dass Anweisungen des Flugpersonals unverzüglich auszuführen sind und das Flugpersonal gegenüber dem Sicherheitspersonal weisungsbefugt ist.
  12. Als Halbtagesaufträge können nur Aufträge durchgeführt werden, bei denen die An- und Abreisedauer maximal jeweils 2 Stunden beträgt.
  13. Bei Ganztagesaufträgen bei denen die An- und Abreisedauer über jeweils 2 Stunden liegt, ist je nach Beginn und Ende der Veranstaltung aus Gründen der Flug- und Verkehrssicherheit mindestens eine Übernachtung erforderlich. Wir versuchen das stets so kostengünstig wie möglich zu regeln, bitte besprechen Sie diese Details sehr frühzeitig mit uns.