Kaiserwetter ist nicht gleich Luftbildwetter!

Für richtig gute Luftbilder braucht es richtig gutes „Fotowetter“. Leider haben wir in Deutschland nicht zuviel davon. Nur etwa dreißig Tage im Jahr herrscht zwischen Mai bis September sehr gutes Fotowetter, weitere dreißig bis fünfzig Tage im Jahr kann man mit etwas Glück gute Luftbilder herstellen.

Dass verregnete Tage wegfallen, ist jedem ganz offensichtlich – aber auch Kaiserwetter mit strahlendem Sonnenschein ist für die meisten Objekte kein Luftbildwetter. Gerade bei starker Sonneneinstrahlung erwärmt sich am Boden Wasser, das verdunstet und aufsteigt – und eine Hochdunstschicht bildet die jedes Luftbild zunichte macht. Leicht bewölktes Wetter eignet sich oftmals am besten um Luftbilder herzustellen, auch weil die Konstraste im Bild nicht zu hart werden und eine gute Fernsicht gegeben ist. Der ferngesteuerte Fotohubschrauber hat jedoch den Vorteil weit unterhalb der Hochdunstschicht zu fliegen (die sich meist unterhalb oder genau in der Flughöhe von Helikopter und Flugzeug bildet). Niederschlag und zu starke Winde dürfen aber nicht auftreten.

Zur täglichen Routine gehört die Auswertung von Flugwetterdaten und Satellitenbildern. Den endgültigen Flugtermin legen Pilot und Fotograf meist am Vorabend, oft sogar erst am selben Tag fest an dem der Flug durchgeführt wird.

Je nach gewünschtem Motiv sollte in der Vorplanung auch darauf geachtet werden, dass die Sonne nicht gegen die Fotorichtung steht, sondern seitlich bis hinter der Kamera, so dass der Sonnenstand bei der Terminvereinbarung berücksichtigt werden sollte. So kann vermieden werden, dass für Sie wichtige Bildteile zu stark im Schatten liegen.

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