Produktionsmittel: Mini-Hubschrauber

Schnell einsetzbar, flexibel und extrem leise ermöglicht der Minihubschrauber Aufnahmen, die sonst nicht möglich sind. Seine Stärken spielt er insbesondere bei Immobilienaufnahmen bei relativ frei stehenden Objekten aus. Mit seinem umweltschonenden Elektroantrieb darf er auch da eingesetzt werden wo Kamerahubschrauber mit Verbrenner- oder Turbinenantrieb nicht eingesetzt werden dürfen. Auch in Sachen Lärm ist der Elektroantrieb ein wahrer Leisetreter: Mit dem leisen Surren der Propellerblätter lassen sich meist nicht mal Tiere aus der Ruhe bringen. Aufgrund seiner Baugröße kann der Hubschrauber im Pkw transportiert werden. Personenansammlungen oder Publikum dürfen sich nicht unter dem Fluggerät befinden. Dort kann ein Fotoballon eingesetzt werden.

Auf dem Kontrollmonitor kann der Fotograf das Vorschaubild sehen und mit der Fernsteuerung den Hubschrauber drehen und die Kamera neigen. Über die Fernsteuerung wird auch die Kamera ausgelöst. Nach dem Auslösen kann das aufgenommene Bild auf dem Monitor kontrolliert werden. Der gyrostabilisierte Kamerakopf unterstützt den Fotografen bei der sauberen Positionierung der Kamera und gleicht die Neigungsbewegungen des Hubschraubers selbständig aus. Ausgerüstet mit einer 12 Megapixel Systemkamera mit „richtigen“ Objektiven liefert der Fotohubschrauber qualitativ hochwertiges Bildmaterial, das professionelle Ansprüche erfüllt.

 

Der ferngesteuerte Kamerahubschrauber vom Typ MC8 während der Produktion von Luftbildern von den "Schachtzeichen"-Ballonen während der Kulturhauptstadt 2010. (Foto: Frank Bock)
Der ferngesteuerte Kamerahubschrauber vom Typ MC8 während der Produktion von Luftbildern von den „Schachtzeichen“-Ballonen während der Kulturhauptstadt 2010. (Foto: Frank Bock)

Hintergrund: Drohnen die keine sind
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird zunehmend fälschlicherweise das Wort „Drohne“ für ferngesteuerte Kamera- bzw. Industriehubschrauber benutzt. Tatsächlich aber handelt es sich um ein „Unbemanntes Luftfahrt-System“ (UAS), eine rechtliche Definition für Flugmodelle die gewerblich genutzt werden und für deren Betrieb eine Genehmigung erforderlich ist. Rein technisch handelt es sich um Geräte aus dem Bereich des kommerziellen Modellbaus. Sie dürfen nicht autonom fliegen, lediglich über kurs- und lageunterstützende Systeme verfügen. Der Steuerer darf nicht über seine Sichtweite hinaus fliegen und muss wie jeder andere Luftverkehrsteilnehmer eine Vielzahl besonderer Vorschriften beachten.

Dazu kommen noch genehmigungsfreie Flugmodelle zum Zwecke des Sports und der Freizeitgestaltung.

Drohnen hingegen sind keine Flugmodelle, sie werden hauptsächlich vom Militär genutzt, aber auch für zivile Zwecke verwendet und basieren auf ganz anderer Technologie. Ganz überwiegend fliegen Drohnen autonom oder halbautonom und werden über große Entfernungen – die weit über die Sichtverbindung hinaus gehen – gesteuert.

Hilfe! Da ist eine „Drohne“ über meinem Haus!
Erstmal keine Sorge. Anders als von unseren Kollegen in den Medien oft falsch und reißerisch dargestellt werden weder ein Spanner noch ein bekanntes Internetunternehmen Sie gerade ausspionieren. Schauen Sie doch mal um’s Eck – der Steuerer des ferngelenkten Luftfahrzeuges wird sich in Sichtweite befinden. Und sich entweder als Freizeitpilot oder Luftbildfotograf entpuppen. Sprechen Sie den Piloten doch einfach mal an nachdem er das Luftfahrzeug gelandet hat. Sicher wird er Ihnen genau erklären wie das Gerät funktioniert und warum er ausgerechnet in ihrer Nähe fliegt und sich über Ihr Interesse freuen. Professionelle Unternehmen werden Ihnen auch gerne die erforderlichen Genehmigungen vorlegen, wenn Sie als besorgter Anwohner freundlich darum bitten und warten bis das Luftfahrzeug sicher gelandet ist.

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